Symbolbild für digitale Plattformen.

Plattform-Unternehmen sind besser aufgestellt

Die Nutzung digitaler Plattformen kann die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sichern. Das zeigen die Erfolge von B2C-Unternehmen. Aber KMU im B2B-Geschäft stehen vor anderen Herausforderungen bei der digitalen Transformation.

Durch die additiven Fertigungsverfahren können Hersteller maßgeschneiderte Produkte oder Serviceleistungen anbieten, auch in kleinen Mengen. Die neue Möglichkeit der „production on demand“ verändert den Markt und die Ansprüche der Kunden. Das hat zwangsläufig Auswirkungen auf alle Stationen der Kundenkontakte: vom Marketing über den Verkauf bis hin zum Kundenservice.

Unternehmen können durch die Einführung digitaler Plattformen ihren Zugang zu Märkten und Kunden völlig neu strukturieren. Die automatisierte Kommunikation zwischen allen Beteiligten der Wertschöpfungskette steigert die Effizienz und senkt die Kosten.

Mit Hilfe von Plattformen können wir über alle Ebenen Informationen austauschen und neue Erkenntnisse gewinnen: Wenn Produktionsdaten in Echtzeit zur Verfügung stehen, lässt sich daraus schnell Wissen über die aktuelle Marktveränderung ableiten. Dieses Wissen hilft bei der gezielten Steigerung der Wertschöpfung. Das Unternehmen kann neue Märkte erschließen, zusätzliche Vertriebswege aufbauen, die nächste innovative Produktentwicklung vorantreiben oder den Service erweitern oder optimieren.

Ralf Johow erklärt die Zukunftssicherung durch Revolution

Die Digitalisierung ist sozusagen die industrielle Revolution von heute. Sie beeinflusst die gesamte Wertschöpfungskette — und muss daher auch im gesamten Unternehmen durchgängig umgesetzt und berücksichtigt werden.

Durch den Einsatz digitaler Plattformen in allen Bereichen eines Unternehmens verändern sich seine Strukturen. Die Schwerpunkte innerhalb der Wertschöpfungskette und der Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern verschieben sich. Diese disruptiven Veränderungen erfordern im Management ein Umdenken und bei Bedarf auch umfassende Anpassungen des bis dahin bewährten Geschäftsmodells.

Sinnvoller Ansatz für KMU: externe Unterstützung oder Netzwerke

Auch im B2B-Bereich setzen KMU zunehmend digitale Plattformen ein. Im Gegensatz zum B2C-Geschäft gelten hier jedoch andere Gesetzmäßigkeiten. Die plattformgestützten Geschäftsmodelle sind also in der Regel nicht direkt auf B2B übertragbar.

Für kleine und mittlere B2B-Unternehmen ist eine externe Beratung sinnvoll, um die geeignete Strategie zur digitalen Transformation zu entwickeln. Zusätzlich können sie Unterstützung in Netzwerken finden und auf Erfahrungen aus erfolgreichen Projekten aufbauen. Alternativ können sie vorhandene Plattformen nutzen oder eine eigene Plattform auf Basis von Bausteinen und Standardplattformen aufbauen. Eine solche Anpassung an das eigene Unternehmen ist auch für KMU machbar, die Investition ist überschaubar.

Grundsätzlich ist die Nutzung von Plattformen in allen Bereichen möglich und sinnvoll. Womit man anfängt, hängt vom gewünschten Ergebnis ab, von der gegebenen Prozess-Struktur und natürlich von der Unternehmensgröße und der Positionierung am Markt.

Ihr Ralf Johow

Ralf Johow, Manager und Geschäftsführer in mittelständischen Unternehmen der Bauzulieferindustrie und der Gebäude- und Objekteinrichtung

Ralf Johow ist ein deutscher Manager und Geschäftsführer in der Bauzulieferindustrie. Expertise in den Bereichen Möbelindustrie, Semiconductor, Bodenbelag.

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